46. Int. Tiroler Koasalauf in St. Johann in Tirol 2018
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Auf Grund der jahrelangen Teilnahmen am König Ludwig Lauf sollte das Jahr 2018 eine Abwechslung in Sachen Langlaufrennen bringen. Umso mehr freute ich mich mit einem Freistart Ticket für den Koasalauf in St. Johann in Tirol an den Start über die Distanz von 50km Skating gehen zu dürfen. Die Vorbereitung auf das Rennen war den Vorraussetzungen entsprechend gut, die Fitness passte und ich schaute optimistisch auf die neue Herausforderung Koasalauf. Endlich mal eine Strecke, die mir nicht bekannt war, dies zeigte schon im Vorfeld dass man sich nicht mehr im Routinemodus befand. An Hand des Höhenprofils feilte ich mir eine Taktik zurecht und hoffte natürlich auch, dass diese aufgehen würde. Die Wetterprognosen waren bestens für den Renntag angesagt, sonnige -6°C und traumhafte Kulisse mit den Bergen des Wilden Kaisers. Die lockere Trainingseinheit am Samstag auf den Loipen um Reit im Winkl zeigte bereits im Vorfeld, dass das Gefühl zum Ski passte und die körperliche Verfassung auch mitspielte.
Nach dem gemütlichen Frühstück sind wir in aller Ruhe zum Start nach St. Johann gefahren. Die Sonne scheinte bereits auf die beiden frisch gewalzten Start und Zielkorridore und die Stimmung war grandios. Perfekte Bedingungen und ich wusste zugleich, dass bei diesen Schneeverhältnissen und Temperaturen mein Ski bestens präpariert war. Die harte pulvrigen Loipen und herrlich breit angelegte Spuren nach dem Start zeigten gleich einmal, dass es sich mit dem Koasalauf um das mitunter bestens organisierteste Langlaufrennen handelt. Schliesslich ist dieses Rennen mit eines der größten Langlaufrennen Österreichs mit insgesamt 485 Starten über die Distanz von 50 km. Mit dem Start um 10:00 Uhr startet das Rennen zur besten Tageszeit, die Sonne steht herrlich über dem Tal und der Blick hinaus auf die Strecke ist gigantisch. Meine eigene Zielsetzung war ein ordentliches Ergebnis abzuliefern, evtl. die besten 50 in der Altersklasse zu erreichen und unter 3 Stunden im Ziel zu sein.
Pünktlich um 10:00 Uhr erfolgte auch der Startschuss in Form eines Böllers und das Feld startete in den klassischen Spuren in Richtung Loipe. Hinter dem Startblock der 28km Elite Frauen habe ich mich bewusst positioniert, da ich von Anfang an zügig starten wollte. Das gewohnte Startgemetzel durch die vielen Läufer blieb auf Grund der breiten Loipe erst einmal aus, dennoch musste man extrem wachsam sein um einen evtl. Stockbruch oder Sturz zu vermeiden. Auf den ersten 2 Kilometern ging es leicht bergauf, dies war für mich optimal um mit meiner 1:1 Technik mich in einem freien Teil des Felds zu positionieren. Schon nach kurzer Zeit kam Ordnung in das Feld und es ging auch gleich den ersten längeren Anstieg hinauf. Der kurze Stau zur Einsortierung der Läufer in zwei Reihen funktionierte ganz gut und so konnte ich meinen gemütlichen 2:1 Bergschritt bis hinauf zur Abfahrt durchlaufen. An einen Überholvorgang war zu der Zeit nicht zu denken, doch bei der Abfahrt ging es dann zur Sache. Mit vollem Speed und kontrollierter Achtsamkeit habe ich die Abfahrt hinunter genossen, und es folgte nun der etwas wellige und teilweise flache Teil der Loipe. Die Ski liefen perfekt und mit kräftigen Stockschüben ging es dann durch St. Johann und weiter nach Oberhofen. Auf den kurzen und knackigen Anstieg folgte eine schnelle und kurvige Abfahrt wieder zurück nach St. Johann.
Von nun an folgte der stetige leichte Anstieg hinauf bis Erpfendorf und ich verlor die Gruppe mit der ich bis zu diesem Punkt gelaufen bin. Ich drosselte mein Tempo so, dass ich vor allem am Anstieg hinauf zum Innerwald noch genügend Körner hatte. Das Rennen war von Anfang an sehr schnell und man musste auf der Strecke ständig arbeiten und sich nebenbei die Kräfte einteilen. Von hinten folgten nur noch wenige Läufer, sodass ich nun mein eigenes Tempo bis zur Verpflegung Innerwald gelaufen bin. Endlich gab es Cola zum Trinken, das kam meinem Körper entgegen und ich nahm mir die Zeit schnell mal zwei Becher abzukippen. Gut gestärkt fühlte ich mich bestens für die letzten 15km zurück nach St. Johann. Nach der Verpflegung konnte ich mich gleich wieder an einen anderen Läufer hängen mit dem ich bis km 40 gelaufen bin. Der Versuch auf die vor uns liegende Gruppe aufzulaufen ist dabei leider mißlungen und ich musste erneut mein eigenes Rennen laufen. Der Wind hatte leider auch noch gegen die Laufrichtung geblasen, sodass man das Gefühl hatte unendlich zu schieben ohne vorwärts zu kommen. Es folgten die letzten 10 km die immer leicht ansteigend in Richtung St. Johann Skistadion sich im Tal entlang zogen. Man hatte eigentlich das Gefühl dass es eben dahin geht, doch sobald man mit den kräftigen Schüben nachlies dachte man würde stehen zu bleiben. Zum guten Glück hatte ein anderer Läufer noch daselbe Tempo wie ich und wir konnten bis 2 Kilometer vor dem Ziel uns zusammen mit dem Windschatten abwechseln.
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Als das Skistadion in St. Johann auch in Sichtweite war
folgte aus einer kleinen Schleife heraus noch die letzte Abfahrt hinunter zum
Bach. Den vor mir liegenden Läufer konnte ich leider nicht mehr auf der ewig
langen leicht ansteigenden Zielgeraden überholen. Der Zieleinlauf konnte so in
vollen Zügen genossen werden und ich freute mich über den ersten genialen Finish
beim Koasalauf. Ein unvergessliches Langlaufrennen mit einer hochklassigen Besetzung zeigte wie schwer es ist bei den besten 100 Startern im Ziel dabei zu sein. Mit einer genialen Zeit von 02:52:58,31 Stunden und dem 221. Gesamtplatz freute ich mich sehr über diesen Erfolg. Vor allem über den 39. Platz in der Altersklasse M50 freute ich mich sehr, zumal ein starkes Starterfeld bei diesem Euroloppet Lauf anwesend war und ich nicht mehr herausholen konnte. |
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Die offiziellen Ergebnisse beim Zieleinlauf des
46. Int. Tiroler Koasalaufs über
50 km im freien Stil
(Herren).
| Ges. Rang | AK Rang | Klasse | SN | Familienname | Vorname | JG | Nat. | Verein | Laufzeit |
| 1 | 1 | H Allg | 7 | Willeitner | Michael | 1990 | GER | Sk Berchtesgaden | 02:02:45.89 |
| 2 | 2 | H Allg | 37 | Escher | Toni | 1990 | GER | Fischer Racing Team | 02:02:47.77 |
| 3 | 3 | H Allg | 5 | Leitner | Felix | 1996 | AUT | ÖSV Biathlon | 02:03:03.47 |
| 221 | 39 | H 50 | 120 | Maier | Frank | 1966 | GER | Trailrunning Team MERRELL | 02:52:58.31 |