Technik
Die Lauftechnik des Nordic Skating ähnelt aus technischer, biomechanischer und physiologischer Sicht der Schlittschuhschritttechnik im Eisschnelllauf mit Unterstützung der Stöcke und sollte von einem zertifizierten Nordic Skating Trainer erlernt werden. Nordic Skating nutzt die Schlittschuhschritttechnik, um mit Skatingschritten und dem bewußten Stockeinsatz einen möglichst großen Vorschub zu erzielen. Beim Nordic Skating gibt es verschiedene Techniken, die je nach Gelände/Steigung sinnvoll eingesetzt werden. Es kann durch die Anwendung der richtigen Technik Kraft eingespart und eine höhere Effizienz beim Laufen erreicht werden. Das ineinander übergehende Wechseln der verschiedenen Techniken erfordert zum einen eine gute Technik sowie ein gutes Körpergefühl.
Nordic Skating fasziniert Jugendliche und Sportler gleichermaßen, es kombiniert in idealer Weise Geschwindigkeit, Spaß, Ästhetik und Athletik. Es verbindet konditionelles (Kraft/Ausdauer) mit koordinativem (Gewandtheit/Geschicklichkeit) Training und auf Grund der hohen Geschwindigkeit entsteht ein hoher Spaßfaktor. Durch die weichen, gleitenden Bewegungen werden die Gelenke geschont und gezielt die Muskulatur gestärkt. Bei der Skatingtechnik sollte man darauf achten, daß keine Probleme mit den Innenbändern bzw. -meniskus vorhanden sind, da durch die Schlittschuhschritte und Innenbelastung der Skier beim Belastungswechsel diese besonders beansprucht werden. In solchen Fällen ist die klassische Technik der Skatingtechnik vorzuziehen.
Für das Erlernen des Nordic Skating sind gute Grundfähigkeiten und -fertigkeiten
auf z.B. Schlittschuhe oder Inlineskates notwendig, um die Skatingtechnik umsetzen zu können. Die
Beinabstoßstreckung erfolgt über Hüft-, Knie- und Fußgelenk vom aufgekanteten
Ski, der Körperschwerpunkt sollte dabei seitlich nur gering verlagert werden.
Die Ski werden abwechselnd mit der gesamten Gleitfläche in Scherstellung
aufgesetzt, wobei je nach Geschwindigkeit der Winkel der Scherstellung angepasst
wird.
Durch eine aufrechte Körperhaltung und hohe Hüftposition (Muskelentspannung)
wird der Oberkörper insgesamt leicht nach vorne geneigt, mit locker gestreckten
Armen werden die Stöcke nah am Körper vorbei geführt und der Körperschwerpunkt
auf das Gleitbein verlagert, um einen Schub nach vorne zu erzielen.
Insgesamt gibt es 6 verschiedene Techniken, die je nach Gelände bzw. gewünschter
Intensität zum Einsatz kommen. Die Variabilität der einzelnen Techniken
ermöglicht eine individuelle Belastungssteuerung und eine spaßvolle Anwendung im
Gelände.
Die Trainingsintensität kann durch Erhöhung der Frequenz oder des
Krafteinsatzes durch die Beine bzw. der Arme mit dem Stockeinsatz variiert
werden. Es wird ein Vortrieb erzeugt der durch ca. 70% Fußarbeit
(Schlittschuhschritte) und 30% Armarbeit erzielt wird.
Für das Erlernen der richtigen Nordic Skating Technik (Soft, Fitness, Sport) und deren verschiedenen
Ausführungsformen wird ein Kurs durch einen Nordic Skating Trainer empfohlen,
nur dann wird Ihnen diese Sportart den dazugehörigen Spaß und Trainingserfolg
vermitteln. Das Nordic Skating ist eine abwechslungsreiche Form sich im Winter
fit zu halten und die verschneite Landschaft zu geniessen.
Auf den nachfolgenden Seiten werden die verschiedenen Nordic Skating Techniken, deren Vor- und Nachteile aufgezeigt.